Keypoints

  1. Die Zahl der Verletzungen in der Handballbundesliga ist in den letzten Jahren um 19,2% gestiegen
  2. Die meisten Verletzung geschehen in der Vorbereitungsphase – kurze Vorbereitungsphasen mit schnellem Anstieg der Trainings- und Spielbelastung erhöhen das Verletzungsrisiko
  3. Über 50% aller Verletzungen geschehen entweder bei der Landung oder während dem Laufen
  4. Geringe Ausfallzeiten erhöhen die Wahrscheinlichkeit einen guten Tabellenplatz zu belegen
  5. Nur jede fünfte Verletzung erfolgt durch ein gegnerisches Foul
  6. Die letzten zehn Minuten jeder Halbzeit besitzen ein deutlich erhöhtes Verletzungsrisiko

Handball gehört aufgrund seiner Eigenschaften zu den verletzungsreichsten Sportarten, die man ausüben kann. Zu den am meisten betroffenen Körperregionen zählen vor allem das Knie- und Sprunggelenk sowie der Oberschenkel, siehe Tabelle VBG Sportreport 2019.

Verteilung der Top 10 Verletzungen nach Körperregion

Anteil (%) Verletzungen nach betroffener Körperregion

Kniegelenk

14,4 %

Sprunggelenk

13,6 %

Oberschenkel

10,8 %

Schulter

8,5 %

Hand

7,6 %

Hüfte

6,2 %

Kopf

6,1 %

Unterschenkel

6,1 %

Rücken

6,1 %

Unterarm

4,5 %

VBG Sportreport 2019

Mittlerweile gibt es zahlreiche Untersuchungen und Institute, die sich darum bemühen den Verletzungshergang zu identifizieren und adäquate Präventionsprogramme zu entwerfen. Hierbei bleibt ein Phänomen unverändert: Die Vorbereitungszeit ist und bleibt im Handball auch die verletzungsreichste Zeit der Saison. Hierzu zählen vor allem die Monate Juli, August und der Januar. In diesen Monaten ereignen sich mit Abstand die meisten Trainingsverletzungen. Zudem ist erwähnenswert, dass sich ebenfalls in den ersten beiden Saisonmonaten vergleichsweise viele Verletzungen ereignen. Dazu zählen vor allem der September und Oktober. Das ist womöglich ein Hinweis darauf, dass die Vorbereitungszeit im Handball sehr kurz, vielleicht zu kurz ist, was zu einem zu schnellen Anstieg der Trainings- und Spielbelastung führt. Dieses Vorgehen produziert dann die vergleichsweise vielen Verletzungen in diesen Monaten. Das gilt vor allem für Saisonvorbereitungen denen ein internationales Turnier vorausging. Somit haben die Nationalspieler weniger Zeit abzuschalten und die angeschlagenen Strukturen zu regenerieren oder an ihren individuellen Schwachstellen zu arbeiten.

„Geringe Ausfallzeiten erhöhen die Wahrscheinlichkeit einen guten Tabellenplatz zu belegen!“

Die folgende Grafik zeigt den prozentualen Anteil des Verletzungshergangs von oben genannten Verletzungen. Auffällig hierbei ist, dass über 50% der Verletzungen während der Landung, zum Beispiel nach einem Sprungwurf oder während dem Laufen wie beispielweise bei einem Konter, erfolgen.

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