Melissa Stickel im ESP3 – Interview

In unserem Interview sprechen wir mit Melissa Stickel, Ex Bundesligaspielerin, heutige Physiotherapeutin, wohnhaft in Zürich, über ihre Erfahrungen als Profifußballerin, über die Entwicklung im Frauenfußball, das Thema Menstruation und Prävention im Sport und ihre tägliche Arbeit.

ESP3: Hallo Melissa, dein Werdegang ist nicht gerade der Alltäglichste. Du hattest bereits drei Ausbildungen in der Tasche, bevor du dich entschieden hast, die Ausbildung zur Physiotherapeutin zu beginnen. Gib uns dazu doch mal ein paar Einblicke.

Melissa Stickel: Das kann man wohl so sagen, ja. (lacht)

Nachdem ich die Realschule und das Kaufmännisches Berufskolleg FH beendet hatte, absolvierte ich eine Ausbildung zur Polizeibeamtin. Auf diese folgte eine Ausbildung im Einzelhandel mit Zusatzqualifikation, Handelsmanagementassistenz, gefolgt von der Ausbildung zur Sporttherapeutin. Zwischen diesen beiden Ausbildungen absolvierte ich auch noch ein prägendes freiwilliges soziales Jahr in Stuttgart, im Behindertenzentrum Stuttgart. Das Jahr hatte direkten Einfluss auf die Ausbildung zur Sporttherapeutin, da mir dort klar wurde, dass ich entweder im sozialen oder gesundheitlichen Bereich arbeiten möchte. Ich entschied mich für Sport und Gesundheit, absolvierte wie erwähnt die Ausbildung zur Sporttherapeutin, nahm mir eine kurze Auszeit, von einem Semester, machte work and travel, um dann schlussendlich die Ausbildung zur Physiotherapeutin anzugehen und beendete diese natürlich auch, wie alle Ausbildungen davor. Seitdem arbeite ich in der Schweiz und bin immer noch sehr froh, mich dafür entschieden zu haben.

ESP3: Dass du nicht bei der Polizei geblieben bist, erweist sich also heute als Glücksfall?

Melissa Stickel: Immer wenn mein Werdegang zum Thema wird, fragen sich natürlich einige  warum ich nicht bei der Polizei geblieben bin, was ich natürlich wollte. Leider ging das aber nicht, da ich eine  chronische  Erkrankung bekam und aus gesundheitlichen Gründen gekündigt wurde. Jedoch tangiert mich das eigentlich mein ganzes Leben nicht wirklich. Ich nenne das nun Schicksal. Bin sehr gerne Physiotherapeutin aber es war ein langer Weg dorthin (lächelt)

ESP3: Eines hat dich in dieser Zeit immer auf dem Weg begleitet der Fußball. Mit 7 Jahren hast du das Fußball spielen im Verein begonnen. In deiner Vita stehen unter anderem der SC Freiburg und der Grasshopper Club Zürich. Wie verlief dein Weg in den Profifußball?

Melissa Stickel: Ich war das einzige Mädchen, das in meinem Heimatverein TSV Pfedelbach Fußball gespielt hat. Meine Eltern haben tatsächlich lange nicht begriffen, dass ich gar nicht so schlecht in diesem Sport war (lacht).

Ich wechselte in ein paar Mädchen und Frauenteams, bekam weitere Anfragen von besseren Teams und spielte später in Löchgau (Oberliga), wechselte dann nach Crailsheim in die Regionalliga Süd, da es damals noch keine 2. Bundesliga gab. Durchlief währenddessen alle Auswahlen des Württembergischen Fußballverbands von der U16 bis zur U21. Dann zog es mich in die Oberliga nach Faurndau, bedingt durch die Ausbildung zur Polizeibeamtin. Darauf folgte dann ein zweijähriges Engagement beim SC Freiburg in der Bundesliga. Meine letzte Station war Zürich. Mein letztes Spiel dann sogar als erfolgreiche Stürmerin, obwohl ich gelernte Innenverteidigerin war, nach diesem Spiel konnte ich die Fußballschuhe, ohne Reue, an den Nagel hängen. (lacht)

ESP3: Wie war das Leben als professionelle Fußballspielerin? 

Melissa Stickel: Es war sehr zeitaufwendig, da ich zu keiner Zeit nur vom Fußball leben konnte. Ich bin jedoch sehr dankbar für jede Station, die mich seit der Jugend weitergebracht hat, und das waren einige. Ich habe neben dem Fußball ganz tolle Menschen kennengelernt und Freunde gewonnen.

ESP3: Wie sieht das heute aus, der Frauen Fußball entwickelt sich, wird professioneller. Wie nimmst du diese Entwicklung und auch die Professionalisierung des Frauen Fußballs wahr?

Melissa Stickel: Es hat sich sehr viel getan in den letzten Jahren und mit der kommenden EM 2021 in England erwarte ich nochmals einen weiteren Boom. Gerade in England und Frankreich wird der Frauen- Fußball schon gut gepusht. Die Spiele haben mehrere tausend Zuschauer. Die Frauen können sich in den höheren Ligen komplett auf den Sport konzentrieren und werden auch besser entlohnt. Jedoch ist es noch ein meilenweiter Unterschied zum Männer-Fußball. Das was ich persönlich bei der U17 im Schweizer Team mitbekomme, finde ich sehr professionell. Auf und neben dem Platz werden beste Verhältnisse geschaffen.

ESP3: Findest du, dass der Frauenfußball noch besser entlohnt werden sollte?

Melissa Stickel: Absolut. Aber nicht nur der Frauenfußball es gibt zig Beispiele Skifahrer, Leichtathleten, etc.

„Auf der anderen Seite eröffnet das alles natürlich auch eine Professionalisierung im gesundheitlichen Bereich. Davon profitieren Menschen, die in der Medizin, der Therapie/Pflege, und im athletischen Bereich arbeiten.“

ESP3: Dem pflichte ich bei, dennoch interessiere ich mich für deine Begründung.

Melissa Stickel: Fußballspielerinnen und andere Athleten verschiedener Sportarten geben für den Sport sehr viel auf. Sie sind gleich professionell, gehen im Fall des Frauenfußballs der gleichen Arbeit nach, haben den gleichen Zeitaufwand und strapazieren ihre Körper genauso.

ESP3: Dennoch bestimmen der Markt und die Nachfrage die Gehälter und da sind der Männer- Fußball und andere Sportarten, beispielsweise in Nordamerika gefragter.

Melissa Stickel: Das stimmt. Diese Gehälter will man den Männern auch nicht wegnehmen, auch wenn diese so unfassbar hoch sind, fast schon grotesk. Es wäre nur schön, wenn sich mehrere Sportler einzig und allein auf den Sport konzentrieren könnten.

ESP3: Die Gehälter und auch Kommerzialisierung steigen weiter, kein Ende in Sicht, wie findest du diese Entwicklung, wenn alles noch größer und mehr wird?

Melissa Stickel: Das sehe ich natürlich auch teils kritisch, auf der anderen Seite bietet es auch Möglichkeiten. Ich schaue sehr gerne Fußball. Manchmal hat man aber auch den Eindruck, dass der Aufbau, von Spielern und Vereinen, zu einer Marke wichtiger ist und das eigentliche Spiel zur Nebensache verkommt. Was schade ist.  Die Anforderungen, körperlich und mental, an die Spieler steigen, das Spiel wird athletischer, die Saisons länger und der Druck größer-es geht um Millionenbeträge. Den psychischen Druck im Profisport darf man nicht unterschätzen. Oft hat dieser sogar physiologische Auswirkungen. Per Mertesacker gab zum Beispiel in einem Interview zum Besten, dass er vor den Spielen an starken Durchfall litt. Auf der anderen Seite eröffnet das alles natürlich auch eine Professionalisierung im gesundheitlichen Bereich. Davon profitieren Menschen, die in der Medizin, der Therapie/Pflege, und im athletischen Bereich arbeiten.

ESP3: Wo du ja auch zuhause bist. Du arbeitest im Balgrist. Universitäres Zentrum für Prävention und Sportmedizin, gleichzeitig das Swiss Olympic Medical Center. Wie sieht deine tägliche Arbeit aus? 

 

Melissa Stickel: Ich behandle alle Arten von Patienten, von  „Normalos“ bis zu Athleten, orthopädisch, chirurgisch, neurologisch und onkologisch. Zusätzlich bin ich Manualtherapeutin, Lymphdrainagetherapeutin und leite eine Lungengruppe. Jeder hat ein wenig andere persönliche, sportliche Interessen und somit landen vermehrt Fußball- Nachwuchsspieler bei mir.

ESP3: Wo du ja auch zuhause bist. Du arbeitest im Balgrist. Universitäres Zentrum für Prävention und Sportmedizin, gleichzeitig das Swiss Olympic Medical Center. Wie sieht deine tägliche Arbeit aus? 

 

Melissa Stickel: Ich behandle alle Arten von Patienten, von  „Normalos“ bis zu Athleten, orthopädisch, chirurgisch, neurologisch und onkologisch. Zusätzlich bin ich Manualtherapeutin, Lymphdrainagetherapeutin und leite eine Lungengruppe. Jeder hat ein wenig andere persönliche, sportliche Interessen und somit landen vermehrt Fußball- Nachwuchsspieler bei mir.

ESP3: Auf der Homepage zitierst du ein Zitat von Paracelsus „ Die beste Medizin für den Menschen ist der Mensch.“ Warum dieses Zitat und wie interpretierst du es? 

Melissa Stickel: Ich finde es extrem wichtig, dass man authentisch ist. Hinter jedem Krankheitsbild steckt soviel mehr Mensch und das muss man sehen und berücksichtigen. Du bist nur ein guter Therapeut, wenn Patienten dir ihren Körper anvertrauen und eine gewisse Sympathie da ist. Ich stecke jeden Tag sehr viel Energie in meinen Job, und dafür erwarte ich im Gegenzug auch motivierte Patienten. Also Teamwork, dies bedeutet meistens aktives Arbeiten. Als Therapeuten haben wir viel Know How aber ein gewisses Feingefühl gehört immer dazu. Menschlichkeit eben!

ESP3: Mit wem arbeitest du denn lieber, Athleten oder Normalos?

Melissa Stickel: Die Mischung, die ich habe, ist super. Klar kann man sagen, dass die Grundeinstellung  von Spielern/Athleten sehr gut ist, ich möchte aber beides nicht missen, zurzeit. Es ist aber auffällig, dass selbst die Nachwuchsspieler- und Athleten starke Defizite aufweisen. Die Prävention muss noch mehr in den Fokus rücken. Stabilitäts- und Propriozeptionstraining muss auch während der Saison Trainingsinhalt sein. Die Sommer und Winterpause sind  meiner Meinung nach zu kurz, um richtig an Kraftdefiziten arbeiten zu können.

ESP3: Die Arbeit im SOMC hat dich zur U17 Damennationalmannschaft der Schweiz gebracht. Was genau sind deine Aufgaben und wie laufen die „U17-Lehrgänge“ ab? 

Melissa Stickel: Die Lehrgänge/Trainingslager sind sehr gut koordiniert. Das komplette Material wird an den Flughafen geliefert, dort trifft man sich, verteilt die Trainingsanzüge an die Spielerinnen und kontrolliert das Material. Check In, Abflug. Bevor die Spielerinnen eintreffen trifft sich der Staff und bespricht Aktuelles. Dies kann Spielerinnen betreffen oder die Gegebenheiten vor Ort sowie den Ablauf des Anreisetages. Die meisten „Zusammenzüge“, wie es hier in der Schweiz heißt, gehen eine Woche. Zwei Trainingseinheiten pro Tag, 2x pro Tag Staff Sitzung, am Morgen vor dem Frühstück und am Abend. Der Arzt kontrolliert das Buffet des Hotels und bespricht kurz mit den Spielerinnen auf was ernährungstechnisch zu achten ist. Nach jedem Nachmittagstraining gibt es ein Eisbad, die Pflege führen wir am Abend oder in der Siesta durch. Wir halten den Spielerinnen den Rücken frei. Falls jemand ein Tape braucht wird das kurz vor dem Training oder vor dem Match gemacht. Während dem Training sind immer ein Physiotherapeut  und ein Arzt dabei,  während des Spiels  wird ein PT, wir sind meistens zu zweit, bestimmt, der mit aufs Feld geht, der andere bereitet die Kabine vor, sprich Belastungs- und Nachbelastungsgetränke sowie Kohlenhydrate für die Halbzeit. Jeden Abend ist eine  15-20 minütige Blackroll- Einheit, bevor die Spielerinnen ins Bett gehen. Die Smartphones müssen da übrigens abgegeben werden, da sie Schlafräuber sind. Man hat als Physiotherapeut natürlich sehr engen Kontakt zu den Spielerinnen, bekommt auch privat etwas mit und das lockert die Stimmung im PT Zimmer auf. Sie sollen ja auch noch ganz normale Mädchen sein dürfen (lächelt)

Das wird natürlich alles vertraulich behandelt, sowie in der normalen Arbeitswelt mit Patienten auch. Der Tag für einen PT ist sehr lange, wir sind immer da, wecken die Spielerinnen und sind diejenigen die am Abend kontrollieren, dass sie im Bett sind. Zudem sind wir Mittelsmann zwischen Arzt und Trainer.

ESP3: Interessant, ihr seid also fast sowas wie die Frau für alles. Überwacht ihr auch die Bildung, bzw. Hausaufgaben der Mädchen?

Melissa Stickel: Überwachen nicht aber Hausaufgaben bleiben natürlich nicht aus, übrigens auch bei den Jungs nicht, es gibt feste Zeiten, in denen diese zur erledigen sind. Die schulische Leistung darf natürlich nicht unter dem Fußball leiden.

SPEED MANUAL

ESP3: Vorher hast du angesprochen, dass die meisten Fußballerinnen, außerhalb Englands, nicht allein vom Fußball leben können oder danach zumindest nicht, wie viele männliche Profis, nach der Karriere ausgesorgt haben. Wird im Frauenfußball vermehrt auf den zweiten Bildungsweg geachtet?

Melissa Stickel: Ich glaube, das ist schon von Haus aus der Fall, sprich beginnt in der Erziehung und durch die Eltern. Alle machen die Schule fertig, viele tatsächlich auch das Abitur, machen parallel zum Fußball ein Fernstudium oder sind in der Sportspitzenförderung der Bundeswehr. Natürlich alles auch mit dem Wissen im Hinterkopf, dass eine Karriere endlich ist und danach der berufliche Alltag Einzug erhält.

ESP3: Inwieweit unterscheidet sich die Arbeit und Therapie zwischen weiblichen und männlichen Patienten, oder gibt es überhaupt welche? 

Melissa Stickel: Die Arbeit unterscheidet sich wenig, jedoch die Verletzungen. Tendenziell habe ich mehr Frauen mit Knie und Kreuzbandverletzungen als Männer, was an der unterschiedlichen Konstitution/ Beckenstellung liegt. Männer haben vermehrt Muskelverletzungen oder Leistenproblematiken. Frauen sind zudem in Kraft und Schnelligkeit unterlegen. Was beide jedoch meistens gemeinsam haben ist eine schlechte Beinachse, Sprunggelenksproblematiken und Defizite im Rumpf und Beckenbereich! Hier möchte ich auch nochmal betonen, wie wichtig die präventive Arbeit ist.

ESP3: Ein Thema, welches nicht ganz so präsent zu sein scheint, ist die Menstruation und die dadurch resultierende hormonelle Umstellung. Klär uns doch ein wenig darüber auf. 

Melissa Stickel: Man hat die Verletzungshäufigkeit im Frauenfußball untersucht und in Bezug zum Menstruationszyklus zeigt sich vor und während der Menstruation eine höhere Verletzungsrate. Viele Frauen haben auch Probleme mit dem prämenstruellen Syndrom, die Phase vor der Regelblutung. Dabei kommt es  zu einem erhöhten Progesteronausstoss, hier können Leistungseinbußen die Folge sein. Erfahrungsgemäß leiden jedoch auch viele Frauen die extrem Sport treiben unter Amenorrhö (Rhythmusstörungen oder gar Ausbleiben der Regel). Dies bringt wieder andere Gefahren mit sich, da es durch einen niedrigen Östrogenspiegel zur Verringerung der Knochenmasse, also Osteoporose, kommen  und einen Ermüdungsbruch begünstigen kann.  Zyklus ist allgemein ein sehr individuelles Problem, Frauen, die die Pille nehmen haben meist weniger Mühe damit. Der weibliche Zyklus ist definitiv ein Punkt, der mit ins Monitoring aufgenommen werden muss, sprich den Zyklus im Trainingstagebuch notieren und evtl. Leistungseinbußen erkennen.  Dann das Training anpassen, das geht aber besser bei Einzelsportlern wie z.B. im Leichtathletik.

 

ESP3: Werden spezielle Maßnahmen ergriffen, wenn Spielerinnen ihre Menstruation haben?

Melissa Stickel: Nein es werden keine speziellen Maßnahmen ergriffen, es ist zudem in einem Mannschaftssport schwer umsetzbar. Da müsste jede Spielerin selbst aktiv werden, je nach Zyklus. Ich bin der Meinung, man sollte neuromuskuläre Kontrolle, wir nennen es Stiffness, sowie die Muskelkräftigung ständig ins Training integrieren, bzw.  einen kurzen Zeitraum dafür schaffen, bei Leistungssportlern geht das auch individuell. Dass es in Phasen in der das Gewebe zyklusbedingt lockerer ist dann besser reagieren kann. Bekannt als Feed forward! Und es ist durchaus auch legitim mal zu sagen, dass es einem heute nicht so gut geht. Und bei schlimmen Symptomen im Zyklus mal auszusetzen, bevor man eine Verletzung riskiert. Athletinnen kennen ihren Körper meist sehr gut.

 

ESP3: Ein weiteres bedeutsames Thema, mit dem du dich schon länger auseinander setzt, ist das Thema Beweglichkeit und Mobilität, selbst sagtest du dass du in deiner aktiven Zeit als Fußballerin sehr überrascht warst, wie viel Energie und Flexibilität du noch aus deinem Körper schöpfen konntest. Wie findet das heute bei dir Anwendung? 

Melissa Stickel: Es ist heute genauso wichtig wie damals, ich würde sogar sagen, dass ich heute noch genauer auf meinen Körper hören kann, da ich mehr über ihn weiß.

 

ESP3: Dazu bietest du heute Workshops an, speziell mit Blackroll, richtig?

Melissa Stickel: Die Workshops haben sich mehr zu einer Art Prävention und Regenerationseinheit entwickelt. Ich bin auch viel bei Vereinen/Fußballteams und zeige Ihnen einmalig was sie tun können, um längere Ausfallzeiten zu verhindern. Ich arbeite mit Minibands, kombiniere dies mit Kraft und Stabilisationsübungen und der Blackroll. Mit dem Wissen wie man Verletzungen vermeiden kann, bzw. den Körper wieder in die richtige Balance bringt. Ich kann therapeutisches Know How mit Erfahrungsschatz kombinieren. Die Workshops sprechen eigentlich alle interessierten Leute an, in den Vereinen arbeite ich sportartspezifischer.

 

ESP3: Also ein ganzheitlicher Ansatz, abschließend würde ich von dir gerne noch eine kurze Ausführung zum Thema Faszien und Schaumrollen hören.

Melissa Stickel: Faszien sind unsere bindegewebige Hülle, sie geben dem Körper den gewissen Halt und die Struktur. Das Schöne daran ist, dass sie komplett vernetzt sind. Somit sprechen wir den Körper in seiner Dreidimensionalität an, wenn wir eine bestimmte Stelle behandeln oder „Rollen“. Die Wirkung von Schaumrollen ist noch oft kontrovers diskutiert, aber hilft um Muskelkater vorzubeugen und selbst Triggerpunkte zu behandeln. Den Körper wieder in ein gewisses Gleichgewicht zu lenken und Defizite zu erkennen. Bei Sportlern kaum noch wegzudenken, Regeneration im “Wohlwehbereich”. 

 

Vielen Dank für deine Zeit und die interessanten Einblicke. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg!

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